Platzwart vom 3.5.17 - Heia oder Feia?

Hier könnt Ihr alles posten - wenn es was mit dem Platzwart zu tun hat.
Forum rules
Nicht platzwartbezogene oder anstößige Inhalte werden entfernt.
powerkraut
Site Admin
Posts: 9
Joined: Wed Apr 19, 2017 8:06 pm

Platzwart vom 3.5.17 - Heia oder Feia?

Postby powerkraut » Sat May 06, 2017 1:38 pm

96-Renntag auf der Bult – 23 000 Zuschauer und ein heiß diskutiertes Thema. Steigen sie auf oder nicht? Am Ende stellen André Breitenreiter und Horst Heldt klar: Sie steigen nicht auf und überlassen ihre Sulkys beim Ponyrennen Ko- und Fitnesstrainern.

Ist ja auch klar: Breitenreiter und Heldt haben ein anderes Rennen im Blick – das Aufstiegsrennen in der 2. Liga. Das Ende steht fest: Zwei lachen, einer wartet, einer heult. Und weil sich partout keiner der vier Aspiranten vorzeitig verabschieden will, wird die Sache wohl bis zum 21. Mai um 17.20 Uhr dauern.

Das erschwert die Bedingungen. Für Club und Fans. Wie soll man die neue Saison planen? Verstärkungen müssen her. Die Chancen, Lionel Messi endlich nach Hannover zu holen, werden nicht besser, wenn er erfährt, dass 96 noch ein wichtiges Spiel im Hardtwaldstadion Sandhausen abwarten muss. Sollte dort erst der Aufstieg feststehen, sind die Regale leer und man kann sich eher wieder nach spanischen Sammellieferungen von der Transfermarkt-Resterampe umsehen.

Auch die Saisonabschlussfeier ist schwer zu planen. Hannover 96 plant für den 21. Mai mehrgleisig. Stadt der Dinge: Als Zweitligameister im offenen Hanomag durch die Stadt, dann auf den Rathausbalkon, Bierdusche, Polonaise ans Steintor, Party bis zum Morgen. Als Zweitligazweiter mit der Üstra-Linie 2 durch die Stadt und dann auf die Rathaustreppe, anschließend Spaziergang zur Ständigen Vertretung, Party bis Betriebsschluss, also 23 Uhr. Als Zweitligadritter mit dem Doppeldecker durch die Stadt, allgemeine Trainingseinheit „Fahrstuhlmannschaft“ im schrägen Rathausaufzug, anschließend im Laufschritt nach Hause, volle Konzentration auf die beiden Spiele gegen Wolfsburg oder den HSV. Okay, den HSV. Als Vierter im neutralen Panzerwagen durch die Stadt, nächtliches Entmüdungsbad im Maschteich, anschließend gemeinsamer Spießrutenlauf in die Lindener Kneipe Fiasko, allgemeine Bettruhe. Trainingsauftakt am 22. Mai: Der gesamte Kader läuft huckepack durch Braunschweig – im Trikot und ohne Helm.

Wie umgehen mit der Drucksituation, drei Spieltage vor Schluss? Horst Heldt hat nach dem Spiel gegen Düsseldorf die Problemzone der 96er aus seiner Sicht klar benannt: „Der Kopf ist allgegenwärtig, nicht nur bei uns.“ Ja, der Kopf, die alte Ballerbirne, das Weichteil vieler Fußballer. Man ahnt, was Heldt gemeint haben könnte. Denken und Fußball – selten eine gute Kombination, wie man in Aue oder beim verschossenen Sané-Elfmeter im Pokalspiel gegen Frankfurt gesehen hat. Aber hätte Hannover 96 ohne Kopf tatsächlich die Nase vorn? Füllkrugs 1:0 gegen Düsseldorf – mit dem Kopf. Füllkrugs 1:0 gegen Braunschweig – mit dem Kopf. Waldemar Anton gegen Aue, Salif Sané gegen Bielefeld – beide mit dem Kopf. Ins Tor. Oder Damir Kreilach mit dem Eigentor, das 2:0 gegen Union mit dem allgegenwärtigen Kopf, in diesem Fall zum Glück für 96 bei den anderen. So schlecht kann ein Kopf da nicht sein, wenn er eine Mannschaft im Aufstiegsrennen hält.

Also: Jetzt bloß nicht den kühlen Kopf verlieren vor dem Spiel gegen Heidenheim. Und auf keinen Fall den Sand in den Kopf stecken, sondern Sandhausen in die Tasche. Dann klappt’s auch mit dem Rathausbalkon.

Return to “Frag doch mal den Platzwart”

Who is online

Users browsing this forum: No registered users and 2 guests